Das Blog zum Flirt

Meetya bei bild.de

20.05.2008

bild.de hat heute Abend einen Beitrag über das Speeddating bei Meetya veröffentlicht. Kurz darauf waren unsere Maschinen aufgrund des hohen Ansturms überlastet. Wir bitten um Entschuldigung und geloben, die Kapazitäten noch in dieser Woche aufzustocken.

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1000mikes - das Talk Radio

05.05.2008

Ab und zu sollte man über den eigenen Tellerrand schauen und über etwas anderes als Speed Dating berichten. Eine der besten Ideen dieses Jahres ist 1000mikes, ein Sprechradio, bei dem jeder User zum Moderator werden und einfach per Telefon live über Events aus z.B. Sport oder Politik berichten kann. Ich habe Frank Felix Debatin, einen der Gründer von 1000mikes, getroffen und zu der Idee hinter der Plattform interviewt.

Frage: Am 26.03. ist Eure Website 1000mikes.com gestartet. Ihr wollt mit Eurer Plattform eine Art Rundfunk von Bürgern für Bürger etablieren. Was muss man sich darunter vorstellen, und wo liegt der Unterschied zum Podcasting?

Frank Felix: Auf 1000MIKES kann jeder ohne technische Vorkenntnisse oder eine besondere Ausrüstung Radio machen. Einfach mit dem Telefon unserer Hamburger Rufnummer wählen, Sterntaste drücken – und man ist „live on air“.

Wir sind allerdings kein Musikradio, sondern Sprechradio – oder Talk Radio, wie es in den USA heißt – und unsere Nutzer erzählen, diskutieren, kommentieren jedes erdenkliche Thema, ob Sport, Politik oder Alltag. Jeder ist willkommen.

Im Unterschied zum Podcasting ist bei uns alles live. Der Podcaster zeichnet eine Sendung mit dem Computer auf, und stellt sie zum Download ins Netz. Bei uns heißt es: senden, und die Zuhörer sind live dabei, und können auch die Sendung direkt kommentieren.

Frage: Im Zuge des Youtube-Erfolgs sind in den letzten Jahren ziemlich viele Video-Plattformen entstanden. Das bewegte Bild scheint nicht nur die Herzen der Investoren sondern auch der Nutzer schneller schlagen zu lassen. Was hat Euch bewogen, entgegen dem allgemeinen Trend auf das gesprochene Wort zu setzen? Schließlich gibt es im Live-Streaming-Bereich auch schon die ersten Ansätze.

Frank Felix: Audio und Video sind zwei ganz verschiedene Stiefel. Audio, das ist Radio und Telefon: einfach und direkt, aber auch emotional und authentisch. Die menschliche Stimme kann dir oft mehr vermitteln, als eine teuer produzierte Kameraeinstellung. Weniger ist manchmal mehr! Brauche ich für eine spannende Reportage einen Videocut? Nein. Brauche ich für einen tollen Talk das Bild vom Studio? Nicht wirklich.

Wir glauben an das Potential des Mediums Radio. Radio, das ist einfach mehr als das „Beste der 80er, 90er und von heute“. Vielleicht ist im terrestrischen Rundfunk aufgrund der strukturellen und ökonomischen Randbedingungen derzeit nicht mehr drin, aber im Web haben wir das Potential, das Medium Radio zur vollen Entfaltung kommen zu lassen. Und das wollen wir mit 1000MIKES erreichen.

Frage: Nicht nur von der Idee sondern auch vom technologischen Aufwand her hebt sich 1000MIKES deutlich von der Masse neuer Startups ab. Habt Ihr die gesamte Technik selbst entwickelt oder setzt Ihr auch auf das Know How externer Dienstleister?

Frank Felix: Die Technik hinter 1000MIKES ist durchaus anspruchsvoll. Die Schwierigkeit liegt im Live-Aspekt. Das Internet ist im Gegensatz zum Rundfunk oder dem Telefonnetz nicht auf Live-Übertragung ausgelegt. Dennoch ist der Live-Charakter ohne Verzögerung für uns unverzichtbar – egal ob für eine Livereportage oder den Mitmach-Talk.

Unser Ziel ist es dabei, unsere Nutzer nicht mit der Komplexität der Technik im Hintergrund zu belasten. Stattdessen soll 1000MIKES so einfach sein, wie Telefon oder Radio. Umso wichtiger ist es, daß wir die Technik selber völlig im Griff haben, und die Entwicklung nicht externen Dienstleistern überlassen. Die Kernelemente wie die Live-Audio-Verarbeitung haben wir selbst entwickelt, uns sonst aber sehr stark auf frei verfügbare Open-Source-Komponenten verlassen.

Frage: Ihr seid noch in der Betaphase. Wie war die Kritik und das User-Feedback bisher? Welche Entwicklungen darf man in der nächsten Zeit von Euch erwarten?

Frank Felix: Es ist natürlich unglaublich spannend zu sehen, was für Sendungen auf 1000MIKES jetzt tatsächlich gemacht werden. Wir freuen uns über jede Sendung und bekommen auch sehr viel Feedback von den Moderatoren. Was wir dabei gelernt haben ist, daß unsere Moderatoren das Medium Radio voll ausschöpfen wollen. Das heißt, sie wollen auch Musik – und zwar nicht Charts-Musik, denn mit der sind wir genügend versorgt, sondern Musik als Ergänzung zur Sprache, als Bereicherung ihrer Sendung – und sie wollen Talk mit ihren Hörern. Beide Punkte werden wir aufgreifen, in einer möglichst elementaren Weise, in der die Einfachheit von 1000MIKES nicht verloren geht. Als Ergänzung zu den Kommentaren in Textform, die man jetzt schon live zur Sendung schreiben kann, wird es in Kürze daher auch „Call-Ins“ geben: anrufen, mit-talken.

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Auf dem Weg zum Video-Speed-Dating (Teil 2)

29.04.2008

Ende Februar haben wir tatsächlich angefangen, uns Gedanken über Speed-Dating mittels Webcam zu machen. Vor allem mussten wir entscheiden, auf welcher technischen Grundlage wir die Sache aufziehen wollten. Die erste Idee war natürlich Flash. Damit kann man relativ einfach und in sehr kurzer Zeit eine Video-Lösung zusammenschustern. Man sollte sich nur über die Folgen, nämlich die spätere Skalierung und die damit verbundenen Kosten, im Klaren sein. Damit meine ich noch nicht einmal die Kosten für die Flash-Server, denn dafür gibt es z.B. mit red5 oder AVChat günstige und brauchbare Alternativen. Das eigentliche Problem sind die Kosten für den Serverpark und vor allem für die Bandbreite bzw. für den Traffic.

Bei einer Lösung auf Basis von Flash laufen schließlich alle Videostreams über unsere Maschinen, d.h. bei vielen gleichzeitigen Sessions müssen wir für entsprechende Skalierung auf mehrere Server sorgen. Außerdem müssen wir die entsprechende Bandbreite bzw. das Transfervolumen bezahlen, und das ist beim Streamen von Videosessions nicht gerade gering. Aufgrund der recht niedrigen Anforderungen bei der Umsetzung war Flash schon sehr attraktiv, doch die Skalierungs- und Kostenproblematik hat letztendlich den Ausschlag gegeben, denn weder wir noch ein potentieller Investor wollen unnötig Geld verpulvern. Eine andere Lösung musste also her.

Wenn man die Video- und Audio-Sessions nicht über einen eigenen Serverpark abwickeln will, bleibt als Alternative nur noch eine Direktverbindung zwischen den Teilnehmern nach dem Vorbild von SkypeTM oder diverser Online-Games übrig. Das ist technisch deutlich aufwendiger als Flash, denn

  • man benötigt ein eigenes Programm, das auf die Webcam zugreifen kann und den Datenstrom z.B. in Form eines RTP-Streams verschicken kann
  • das Programm muss auch den Datenstrom von der Gegenseite empfangen und wiedergeben können
  • die Anwendung muss sich in Form eines Plugins in einer HTML-Seite einbinden lassen
  • das Programm sollte zumindest mit einem Großteil der NAT und Firewalls zurecht kommen
  • die Entwicklung der ersten Version soll nicht Jahre dauern

Am elegantesten wären native Plugins für die diversen Browser unter Windows, Mac und Linux. Verworfen haben wir die Lösung zwar nicht, doch aus Zeitgründen auf später verschoben. Stattdessen haben wir uns zuerst für Suns Java Media Framework (JMF) entschieden, um damit ein Streaming-Applet zu entwickeln. Auch wenn die JMF-API schon seit einigen Jahren nicht mehr aktualisiert wurde und das Framework häufig als zu kompliziert kritisiert wird, verliefen die ersten Tests recht positiv. Außerdem gab es noch einen Pluspunkt für JMF, nämlich die Verwandschaft mit der Mobile Media API (MMAPI) der Java 2 Micro Edition. Viele JMF-Ideen sind in die MMAPI eingeflossen, d.h. sollte unsere Video-Lösung mit JMF funktionieren, wäre eine Portierung auf mobile Endgeräte durchaus denkbar.

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Ich habe jemanden gefunden!!!

23.04.2008

Wir werden immer wieder von Seiten der Medien nach unserem Vermittlungserfolg gefragt. Immer wieder müssen wir dann erklären, dass man lediglich in anonymisierter Form die Zahl der hergestellten Kontakte feststellen kann. Ob aus den Kontakten letztendlich engere Bindungen oder zumindest Freundschaften entstehen, wissen wir natürlich nicht. Vor zwei Tagen traf aber von einer Userin eine kurze aber tolle Nachricht ein:

“Ich habe jemanden gefunden!!!”

Wir freuen uns über die neue Beziehung und hoffen, dass sie durch Meetya zustande gekommen ist!

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Auf dem Weg zum Video-Speed-Dating (Teil 1)

14.04.2008

Nach der Veröffentlichung des „Lass dich umgarnen“-Features im Februar, hat sich – abgesehen von kleinen Updates und Bugfixes – technisch auf Meetya nicht viel getan. So manch ein User oder Besucher unserer Seite muss schon mit dem Schlimmsten gerechnet haben, nämlich einem Ideen-Blackout der Meetya-Macher.

Doch weit gefehlt. Wir waren fleißig und haben in unserem Techno-Labor, in dem die Zukunft schon heute gemacht wird, an einer Video-Lösung gearbeitet. Einige werden jetzt die Frage aufwerfen: „Wieso kommt das erst jetzt, warum nicht gleich mit Video?“.

Die Idee zu Meetya entstand, nachdem wir den Film Shoppen im Kino gesehen haben. Das genaue Datum fällt mir jetzt nicht ein, doch es war auf jeden Fall im Juni 2007. Der Film ist recht ironisch, und man schaut ihn mit einem lachenden und einem weinenden Auge an. Doch trotz aller Kritik ist Speed-Dating eine coole Idee, wieso sollte das nicht auch online funktionieren? Ein kurzer Google-Check offenbarte jedenfalls, dass es zu dem Zeitpunkt weder in den USA noch in Deutschland irgendwelche Anbieter gab. Die Idee zu einer Webcam-Variante hatten wir jedenfalls schon von Anfang an, nur die Zeit für die Umsetzung fehlte uns bisher. Das ändert sich bald.

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